Arduino Spielwiese von Rainer Radow (Radowino)

14.10.2014
Übersicht

AVR-ISP mkII Clone mit Atmega32U Platine

Als Alternative zum original AVR-ISP mkII Adapter kann man sich auch einen Clone auf einer Atmega32U Platine aufbauen. Preislich ist dies kein großer Unterschied. Das Original ist für ca. 37 € zu erwerben. Der Clone kostet als Bausatz ohne Gehäuse ca. 19 Euro.

Die Platine, alle Bauteile und den Programmcode kann man bei eHaJo bestellen bzw. herunter laden

Die folgenden Notizen sollten es jedem ermöglichen, ohne große Vorkenntnisse zum Ziel zu kommen

Auf die Platine aus dem Bausatz müssen nur noch wenige Bauteile gelötet werden. Der Atmega32U und der USB-Stecker sind schon "ab Werk" aufgelötet!
Atmega32U Platine

Der Atmega32U hat eine integrierten USB-Schnittstelle, kann aber ansonsten wie jeder Atmel Prozessor programmiert und benutzt werden. Beim ersten Verbinden mit dem Rechner muss je nach PC-Konfiguration eventuell noch ein USB-Treiber installiert werden.

Wer sich nicht weiter mit dem Chip beschäftigen möchte, kann die nötige Software für den AVR-ISP mkII Clone mit dem kostenlosen Programm "Atmel Flip" auf spielen (Atmel Flip bitte über Google suchen).

Nach dem 1. Programmstart muss man zunächst den Prozessor auswählen. Dazu klickt man rechts oben auf das IC-Symbol. Es öffnet sich das Feld "Device Selection". Hier bitte den "Atmega32U" auswählen und OK klicken.
Atmega32U Platine

Jetzt klickt man neben dem IC-Symbol auf das Kabelsymbol - anschließend im sich öffnenden Fenster auf "USB"
Atmega32U Platine

Stimmt alles, werden alle Felder in Flip mit den Daten für den Atmega32U vorbelegt und man kann mit dem Einschreiben des AVR-ISP mkII Clone Codes beginnen. Dies wird durch den Boot-Loader Modus ermöglicht, in dem sich der Atmega32U im Auslieferzustand befindet.

Erkennt Flip den Atmega32U nicht, befindet der sich wahrscheinlich nicht im Boot-Loader Modus. Um den Atmega32U in den Boot-Loader Modus zu versetzen, muss man nur PD7 auf Masse legen und den Chip mit Reset neu starten.

Ich mache das immer mit einem Stück Lötzinn - siehe Bild unten. Während die Platine über das USB Kabel bestromt ist, hält man ein Drahtende an PD7 - letzter Pin unten rechts. Das andere Ende schlingt man um GND - oben auf der Platine zweiter Pin von links und tippt dann kurz an RST (Reset) oben ganz links. PD7 muss dabei dauerhaft auf GND liegen! Dadurch startet der Chip immer im Boot-Loader Modus, egal, was man vorher aufgespielt hatte...
Atmega32U Platine

Jetzt sollte Flip eine Verbindung über USB herstellen können.

Der Atmega32U hat zwei Speicherbereiche, die wir beschreiben müssen: FLASH und EEPROM. So wie auf dem Bild unten dargestellt, beschreibt man den FLASH Speicher. Über den Knopf "Select EEPROM" können wir das EEPROM beschreiben - dazu aber mehr weiter unten.
Atmega32U Platine

Die notwendigen Hex Dateien finden wir wieder bei eHaJo . Bitte die Hex- und die EEPROM-Datei herunter laden und speichern.

Achtung: Die Namen im Verzeichnisbaum dürfen keine Umlaute enthalten, da Flip das nicht versteht!

Dann auf das rot/weiße Buchsymbol mit dem Pfeil in das Buch klicken (Load HEX File). Über den sich öffnenden Dateimanager die vorher gespeicherte HEX-Datei auswählen. Mit dem Knopf "RUN" startet man die Prozedur Erase - Blank Check - Program - Verify.
Atmega32U Platine

Anschließend beschreibt man das EEPROM. Dazu auf den Knopf "Select EEPROM" klicken. Die Programmmaske ändert sich darauf hin im linken Bereich:
Atmega32U Platine

Die Haken bei Erase und Blank Check sind verschwunden, da dies bei einem EEPROM nicht nötig ist. Der Text auf dem Knopf "Select EEPROM" wurde in "Select FLASH" geändert.

Das Beschreiben des EEPROMS erfolgt nun wie beim FLASH:
EEPROM-Datei einlesen und über RUN den Schreibprozess starten.

Da FLIP hauptsächlich HEX Dateien "brennt" ist das auch die Standarddateiendung nach der er sucht. Die EEPROM-Datei endet aber auf eep. Daher bitte unten im Dateimanager auf "Alle Dateien" umschalten!
Atmega32U Platine

PS:
Aktuell habe ich allerdings noch keinen Treiber für diesen Clonen mit der eHaJo HEX-Datei gefunden, der auf meinem Windows 8 Rechner mit dem AtmelStudio 6.0 oder 6.1 funktioniert. Vielleicht finde ich dazu noch eine Lösung.

Aktuell begnüge ich mich mit einer anderen HEX Datei, die allerdings nur mit dem Atmel Studio 6.0 funktioniert...


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um: Sun, 30 Apr 2017 01:09:25 +0200